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Hello Neighbor Review

Autor Bewertung:
4/5,
  1. StressPustel
    Grafik:
    4/5,
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    Die Nintendo Switch ist eine Portkonsole, das wird einem vor allem als Spieletester immer mehr bewusst. Indie-Entwickler ziehen ihre Software reihenweise auf Nintendos Hybridkonsole um, so auch die Jungs und Mädels von Dynamic Pixels mit ihrem Goldstück namens Hello Neighbor. Vielen mag dieser Titel bekannt sein, schließlich ging das ursprüngliche PC-Spiel auch in der deutschen und internationalen Let’s Play-Szene ordentlich rum. Das liegt sicher auch am einzigartigen Charme des, vor allem aber an dem besonderen Spielkonzept. Doch was hat es damit auf sich und ist der Port überhaupt gelungen?
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    Ein Nachbar, ein Geheimnis
    Auch wenn es nicht direkt so danach aussieht, bei Hello Neighbor kann durchaus von einem Horrorspiel reden. Dabei wird man aber keineswegs mit klassischen Zombie-, Slasher oder Jumpscare-Horror konfrontiert, sondern mit unterschwelligem, psychologischem Horror. Um das zu begreifen, muss man aber zunächst den Einstieg in die überschaubare, aber trotzdem recht interessante Handlung kennen. Man schlüpft in die Haut eines namenlosen, neugierigen Jungen, der in der Aufblende auf der Straße mit dem Ball spielt. Plötzlich hört er aus dem Haus des Nachbarn gegenüber lautes Kindergeschrei und wie Kinder so sind, muss er dem Geräusch natürlich sofort nachgehen. Also schleicht sich der junge Protagonist an das Fenster des merkwürdigen Nachbarn und wird Zeuge, wie er sein oder „ein“ Kind unter Protest in den Keller sperrt. Dummerweise bekommt der Hauseigentümer von dem kleinen Spitzel aber Wind und das Spiel geht los.
    Das Gameplay besteht also im Grunde darin, die Geheimnisse des Nachbarn zu lüften, doch dieser ist natürlich auf der Hut und ergreift gewisse Maßnahmen um neugierige Seelen fernzuhalten. Dabei stellt das gesamte Haus des gruseligen Mannes ein riesiges Rätsel dar, das es logischerweise zu lösen gilt. Eingeteilt ist das Spiel dabei in drei Akte, wobei sich der Plot immer weiter aufklärt, die Rätsel und Ticks des Nachbarn aber auch immer weiter eskalieren. Den Spieler anzufixen und zu fesseln meistert Hello Neighbor also schon mal mit Bravour. Doch hat das Konzept auch mit einigen Schwächen zu kämpfen.
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    Die Steuerung ist gruseliger als der Nachbar höchstselbst
    Als wäre der Hausherr nicht Hindernis genug, legt einen auch das Spiel zahlreiche Steine in den Weg. Während man sich so durchs Haus und den Garten schleicht, um etwa versteckte Geräte und Schlüssel zu finden oder andere Rätsel zu lösen, gerät man immer wieder mit der widerspenstigen Steuerung aneinander. Die ist nämlich alles andere als komfortabel geraten. Schon auf dem PC machte das Gameplay mit seiner unpräzisen, etwas schwammigen Handhabung Probleme. Auf der Switch kann man das Bedienkonzept aber komplett vergessen. Zwar lässt sich etwa die Sensitivität fürs Umschauen anpassen, so wirklich perfekt fühlt sich das aber nicht mal nach Stunden des Spielens an. Auch ist es alles andere als klug gelöst, wie man Items aufnimmt, wegwirft oder gezielt platziert. „Gezielt“ ist aber eher ein glücklicher Zufall als eine kontrollierte Absicht. Muss man etwa, um einen höhergelegenen Punkt zu erreichen, ein paar Kartons stapeln, artet das Vorhaben nicht selten in ätzende Frickelei aus. Hat man es dann doch irgendwann geschafft, die Kartons zu platzieren, ist der nächste Akt dort hinauf zu steigen. Die nicht nachvollziehbare Physik des Spiels kann dann auch durchaus mal dafür sorgen, dass die Kartons unter der Last des Jungen in alle Himmelsrichtungen wegfliegen oder den kleinen Burschen direkt in die Erdumlaufbahn katapultieren.
    Irgendwie arrangiert man sich dann aber doch mit den Eigenheiten des Gameplays und kann recht gezielt allerlei Dinge ausprobieren. Wirklich kreativ kann man aber nie werden, da der Nachbar ziemlich penetrant ist und auf jedes Geräusch oder jede Aktion reagiert. Stellt man etwa mit dem Hauptschalter den Strom ab, rennt der finstere Geselle sofort nach draußen um ebendiesen wieder anzustellen. Schmeißt man ein Fenster ein, wird auch dem sofort nachgegangen. Macht man sich währenddessen aber gekonnt aus dem Staub, installiert der Hausherr dort etwa Kameras oder legt Bärenfallen aus. Wird man gefangen – was enorm oft vorkommt -, werden die Fenster sogar wieder ersetzt und bei zu häufigem Defekt sogar mit Holzlatten verbarrikadiert. Auch merkt sich die KI des Gegners, wo ihr zuletzt rumgewerkelt hat und schaut dort öfter nach. Hört sich alles eigentlich ganz schick und clever an, wird aber beim Erkunden und Rätsellösen dann doch schnell sehr, sehr, sehr nervig. Und die besagten Rätsel haben es in sich. Nicht selten musste ich ziemlich „glitchige“ Aktionen vollführen oder 180 Grad um die Ecke denken. Teilweise sind die Lösungswege sogar so abstrus, dass der Blick in einen Guide unausweichlich wird.
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    Fazit:
    Hello Neighbor ist sicher vieles, aber nicht perfekt. Die schwammige Steuerung, die etwas zu nervige Gegner-KI und die schier endlose Zahl an Bugs trüben das Spielerlebnis schon ungemein. Der seltsam anmutende, aber schicke Artstyle, der Charme und das gesamte Konzept des Spiels halten einen dann aber doch irgendwie bei der Stange. Es macht schlichtweg Spaß, die mysteriöse Hintergrundgeschichte des Nachbarn aufzuklären und dieses wunderbar obskure Haus zu erkunden und all seine Geheimnisse zu lüften. Rätselfans kommen hier also recht verlässlich auf ihre Kosten, sollten aber auch eine gewisse Frusttoleranz mitbringen. Für den angesetzten Preis von 40 Euro ist man zwar eine Weile beschäftigt, doch empfehle frühestens bei der nächsten Rabattaktion zuzuschlagen. Im jetzigen Zustand hat der Switch-Port nämlich gefühlt alle Macken aus der Vorlage übernommen und einiges sogar verschlimmert. Immerhin läuft das Spiel dafür aber die meiste Zeit wunderbar flüssig ohne zu große optische Einbußen zu offenbaren.

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    Über den Autor

    StressPustel
    Als Spieler von verschiedenen Spielen auf verschiedenen Plattformen, macht es Spaß zu sehen, wie sich die Spiele entwickeln.
    Gaming ist meine Leidenschaft.

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